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Südafrika (2025-5) Herbst

  • Chef
  • 5. Dez. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Der mittlere Teil der Reise geht von Hermanus aus nach Norden und dann in den Westen zum Atlantik. Vom 'cool climate' in Hermanus in die Hitze der Cederberg Hills, zuerst nach Op die Berg und dann nach Clanwilliam. Von dort aus geht es wieder zurück in das kühlere Klima in Paternoster. Doch der Reihe nach:


Von Hermanus fahren wir zuerst bis Worcester. Wer hier eine Pause machen möchte, dem sei das Beckhuis empfohlen. Ein schönes Café in einem 1841 erbauten Haus mit Reetdach und Innenhof. Wir nutzen das Angebot: Einmal Forellensandwich und einmal Pfannenkuchen. Letzterer in der landestypischen Variante mit ausreichend Zucker.

In den kommenden Tagen ist Selbstversorgung angesagt.



Da es für uns aufs Land geht decken wir uns anschliessend in der Mountain Mill mit all dem ein, was wir für die nächsten Tage benötigen.


Op die Berg

Unser Bauernhof in Op die Berg liegt ziemlich abseits von der Zivilisation. Die Anfahrt führt über Ceres. Das erste Bild zeigt die Ebene um Ceres (ca 450 Meter über N.N.) mit den Obstplantagen vom Gydo Pass her. Von dort geht es weiter nach Norden über den Gydo und danach immer der R303 folgend bis zu Dorp op die Berg. Es gilt immer wieder eine der häufigen Baustellen zu passieren. Nach Dorp op die Berg geht es rechts weg in die R355. Kurz darauf sind wir im Boplaas Guesthouse. Auf knapp 1000 Meter Höhe und inmitten grosser Obstplantagen.



Wir haben ein ziemlich grosses Haus in der Boplaas Farm. Der Platz reicht für mindestens 8 Personen. Wie so oft wäre auch hier ein kleiner Werkzeugsatz hilfreich: Lose Pfannengriffe und wackelnde Badezimmer Armaturen sind eher der Standard als Ausnahme.

Wir sind nur 3 Nächte hier. Einen Tag lang verbringen wir mit lesen.



Hikes:

Heiveld Arch

Den zweiten Tag nutzen wir zu einer der schönsten Wanderungen, die wir bislang in Südafrika gemacht haben. Von der Heiveld Farm hoch zum Heiveld Arch. Die Felsformation mit dem grossen Bogen befindet sich am Ende einer Kletterstrecke auf dem Gebiet einer privaten Farm. Der Farmer verlangt 100 Rand p.P.. Ist es wert. Die Wege sind (meist) gut markiert - zuerst noch ein Hinweis: 'beware of snakes and baboons' - und dann los.

Beim Weg muss man schon sehr genau aufpassen wo es durchgeht. Eine Unachtsamkeit zwingt mich durch die Felsspalte. Tatsächlich gibt es eine etwas versteckte, bessere Alternative.

Es bieten sich grandiose Sichten über die Cederberge. Aber auch hier gilt: Erst stehen bleiben und dann schauen. Der Trail fordert die ganze Aufmerksamkeit.

Ganz oben kann man dann in Ruhe den Felsbogen und die Rundsicht bewundern und sich ins 'Visitor's book' eintragen. Natürlich sind wir ganz alleine auf den Houdenbek Hiking Trails.



Dining Out:

Entfällt. Angesichts dem fehlenden lokalen Angebot bedarf es eigener Aktivitäten in der Küche.


Clanwilliam

Die R303 führt von Die Dorp op die Berg nach Citrusdal. Wenige Kilometer hinter dem Ort endet der Asphalt und die R303 wird zur Gravelpiste. Über den Middelberg Pass (ca. 1066 HM) geht es hinunter auf 200 Meter über N.N.. Der Pass ist an den steilsten Stellen geteert. Ansonsten geschottert. Wenig Verkehr. Von Citrusdal ist es nicht mehr weit bis Clanwilliam. Hier haben wir wieder ein ganzes Haus gemietet in einem abgelegen Tal, ca. 15 km entfernt vom Ort. Natürlich nur über eine recht rauhe Piste zu erreichen. Deshalb ist es auch eine gute Idee im Spar in Clanwilliam mitzunehmen, was wir die nächsten Tage brauchen. Der Supermarkt zeigt sich von seiner weihnachtlichen Seite.



Offenbar haben wir "Glück" mit dem Wetter. Für hiesige Verhältnisse sind die ca. 35 Grad Celsius relativ kühl. Das Thermometer kratzt hier sonst schon mal an der 40er Marke. Das Haus ist sehr grosszügig angelegt und es ist relativ schattig tagsüber. Die Temperaturen am Abend lassen sich am besten auf der 'Porch' geniessen.



Hikes:

Lot's Wife und Stadsaal Caves

Wir machen hier nur einen längeren Trip und die Roadstory allein ist schon den Eintrag wert. Von Clanwilliam aus fahren wir über den geschotterten Niewoudt Pass (580 m N.N.) hinunter nach Algeria und dem Uitkykrivier.

Nach der Algeria Forestry Station geht es nach Südwesten in Richtung Cederberg. Zuerst den asphaltierten Uitkyk Pass (1010 m N.N.) hoch und anschliessend auf einer ca. 30 km langen Schotterpiste durch ein Hochtal in Richtung Süden.

Das Schlussbild könnte auch aus Namibia stammen. Unbedingt wieder herkommen! Es gibt hier noch viele gute Ecken zu entdecken. Wuppertal zum Beispiel. Aber dann mit einem Hilux.



Wir kommen ins Matjiesrivier Nature Reserve. Hier geht es auf eine kurze Wanderung durch eine Landschaft mit imposanten Erosionsformen. Der Trip wird wegen der Felsformation im ersten Bild 'Lot's wife' genannt.



Von dort aus sind es nur ein paar Meter bis zur höchstgelegenen Winery in Südafrika: "Cederberg" - was auch sonst - befindet sich auf 1036 Meter über dem Meer. Die Weine sind durchaus trinkbar. Und man sollte erwähnen, das Cederberg auch ein sehr ordentliches Craftbeer macht.

Wenn man die zwei schlechten Zufahrtsstrecken hierher sieht, dann haben die Weine und das Bier den ersten Stresstest bestanden, wenn sie vom Weingut aus das Tal und ordentliche Strassen erreicht haben.


Und dann noch ein "Must see". Die Stadsaal Caves und die 'San Art' Felsenbilder in der Cederberg Wilderness Reserve . Es sind sehr beeindruckende Felsenformationen mit ziemlich grossen Hohlräumen und die Zeichnungen der Buschmänner lohnen den Besuch auf jeden Fall. Auch wenn die Anfahrt ziemlich beschwerlich ist, zumindest wenn man keinen richtigen SUV dabei hat.



Dining Out:

Entfällt auch hier. Angesichts dem fehlenden lokalen Angebot bedarf es wieder eigener Aktivitäten in der Küche.


Paternoster

Hier bemerkt man, dass Weihnachten näher kommt. Die Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind belegt. Es kommen immer neue Besucher in den Ort.

Unsere Anfahrt ist fast problemlos. Wir nehmen auf den letzten Kilometern die (private) Strecke der Transnet Eisenbahngesellschaft, die parallel zur Eisenbahnline Sishen-Saldanha führt. Die Güterzüge, die hier verkehren sind 4 km lang. Und einer ist liegengeblieben. Das generiert Aufmerksamkeit und es ist recht viel Personal vor Ort um den Zug wieder flott zu bekommen. Nach ein paar Minuten falle ich auf und bekomme den Hinweis: "No pictures!". Ich habe die Bilder allerdings schon gemacht. Das erste Bild zeigt die 2 Lokomotiven am Zugkopf. Unser Toyota neben den Güterwagoons und eine von mehreren Loks innerhalb des langen Zuges. So weit das Auge reicht.



Die Einfahrt zur Privatstrasse der Transnet ist im Norden offen. Und es steht kein Verbotsschild. Zumindest haben wir keines gesehen. Am Ende der Strasse bei Eland's Bay im Süden verhindert eine Schranke die Ausfahrt. Ich bekomme eine Ermahnung, dass mich der Schrankenwärter beim nächsten Mal nicht mehr durchlassen wird.

Wir freuen uns auf die Wohnung in Paternoster. Zurück in der Zivilisation. Dieser Ausblick bietet sich vermutlich zum letzten Mal. Die Baustelle befindet sich genau zwischen der Wohnung und der Aussicht.



Hikes:

Die Kurzfassung: Es reicht für eine Wanderung am Strand entlang.



Dining out:

Noisy Oyster - Unbedingt besuchen! Die Atmosphäre ist einmalig. Es ist schon unser 2. Besuch hier. Die Austern '6 ways' sind Klasse. Anita hat die Muscheln als Hauptgang und ich nehme 'Seafood Laksa'. Der Sauvignon Blanc stammt aus einem der Weingüter in Hemel-en-Aarde das wir noch nicht besucht haben, aber unbedingt tun sollten.



Fine Dining auf unkomplizierte Art. Das Restaurant ist etwas versteckt in einer Hotelanlage. Unten der Blick vom Strand. Das Essen ist sehr gut und unkompliziert.

Auch die Kombination von 2 Vorspeisen ist möglich. Vorneweg kommt das Brot. Ich habe die '4 Westcoast Oysters'. Davon gehen auch 8. Anita nimmt das 'Fish Tatar' vor dem 'Beef Tatar'. Der 'Sustainable fish' ist ebenfalls sehr schön angerichtet. Und schmeckt auch lecker.

Das Leeto befindet sich in "Walking distance" von unserer Wohnung.




und sonst.....

Eine Verlustmeldung: Die Paternoster Brewery hat das Jahr nicht überlebt.

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