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Südafrika (2025-4) Herbst

  • Chef
  • 25. Nov. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Es ist im Früjahr 2025 noch nicht zu vermuten, dass wir es dieses Jahr schaffen 2x nach Südafrika zu fliegen. Aber da im Februar Frau R. den 90. Geburtstag feiern wird, ist dies nicht die 2. Reise in 2025, sondern die vorgezogene Reise von 2026. Dieses Mal ist es wieder eine Mischung aus bekannten Standorten und Adressen und wir haben auch 3 neue Ziele ausprobiert. Davon später mehr.



Somerset - West

Somerset liegt seht günstig zum Airport und wir sind nach der Ankunft und längerer Wartezeit bei der Immigration schnell vor Ort. Hier waren wir schon einmal, aber die Wohnung von René ist schwer zu bekommen, weil meistens vermietet. Das Apartment ist um ein Schlafzimmer im EG vergrössert worden. Dies macht die Nächte deutlich angenehmer, da es unter dem Dach dort ziemlich heiss war. Sehr schön im November sind die blühenden Jacaranda Trees (Palisander). Im Januar sind die Blüten alle weg.


Anita hat eine Anschrift von der "German Bakery" hier und wir sichern uns gleich am Samstag ein Sauerteigbrot. Wir sind so überzeugt, dass wir uns hier 3x während des ganzen Trips eindecken, Cinnamon rolls sind ebenfalls zu empfehlen.

Und wir besuchen endlich einmal das Restaurant "Im Eimer". Bisher sind wir immer dran vorbei gefahren. Und so werden wir es beim nächsten Mal auch wieder machen.


Obwohl wir jetzt schon häufig hier waren, finden sich viele neue Aktivitäten und neue Restaurants, für die bisher die Zeit zu kurz war.



Hikes:

Kogel Bay

Wir machen eine Wanderung in der Kogel Bay. Im November ist es viel grüner als im Januar. Allerdings blühen die Protea noch nicht. Dafür ist die Sicht über die gesamte False Bay vorzüglich.



Gantouw Pass

Die nächste Tour führt zum alten Gantouw Pass (Hottentots Holland Pass). Der Pass ist der ursprüngliche Übergang in Richtung Osten vom Kap her bevor es den Lowry's Pass gab. Zuerst genutzt von den Khoi und danach von den Buren bis zur Fertigstellung des Lowry`s Pass 1830.

Kurz hinter der neuen Passhöhe geht der Fussweg hoch zum alten Pass. Man hat zuerst rückwärts eine schöne Sicht auf den Steenbrasdam. Vom Gantouw Pass aus sieht man die heutige Passstrasse und die Helderberge im Hintergrund. Die abgeschliffenen Spuren auf den Steinen zeigen, wie mühsam der Weg über den alten Pass mit Ochsengespannen war. 4500 'wagons' sollen es 1830 gewesen sein, die mit erheblichen Verlusten die Querung gemacht haben. Es ist extrem windig auf der Passhöhe.




Dining Out:

Gleich am ersten Sonntag haben wir einen Tisch im Idiom reserviert. Hier überzeugt nicht nur die Lage und der Blick. Das Essen und die Weine sind klasse. Und der Wind weht. stramm.


Der Reihe nach: Zuerst ein sehr schöner Platz am Fenster mit Sicht auf die Bay. Wir nehmen den Idiom - Viognier 2022 zum Essen. Ein sehr interessanter Essensbegleiter. Nach dem Essen müssen wir hart verhandeln, bis wir noch einen 3er Karton mitbekommen. Angeblich ausverkauft - aber dann fanden sich doch noch 3 Flaschen im Kühlraum.

Zum Essen: Als Vorspeise gibt es einmal Ostrich Carpacchio und einmal Ceviche. Die Hauptgänge sind Fillet und Lamb Racks.




Das Cavalli auf halbem Weg zwischen Stellenbosch und Somerset haben wir schon lange im Vorfeld reserviert. Die Lage ist phantastisch mit Blick auf die Helderberge und die Weingüter. Das Ambiente ist vielleicht einen Tick zu kühl, das Essen erfüllt nicht ganz die gehobenen Erwartungen:

Die Möhren auf dem Teller kommen vorweg, als Vorspeisen kommen die Langustinen und der rohe Fisch mit Trauben und einer Safran Vinaigrette.

Einer der Hauptgänge: "Beef, baby leeks & fermented chilli".




Hermanus

Ist für uns sonst nur "Durchfahrtsstation" auf dem Weg nach ganz unten. Struisbaai und Gansbaai kennen wir allerdings ziemlich gut und bleiben deshalb ein paar Tage in Hermanus. Das Whale Rock Estate ist eine "Gated" Community und unsere Wohnung wird kommerziell vermietet. Die Lage vorne am Ozean ist jedoch toll. Direkt vom Tisch im 1. Stock aus sieht man das Wasser. Die Fensterfront kann man aber leider nicht immer öffnen, da der Wind hier ziemlich bläst. Eigentlich fast die ganze Zeit. Hermanus ist bekannt für das "Whale-Watching". Allerdings sind Ende November die Wale bereits wieder auf dem Weg in Richtung Antarktis. Was leider auch gut über die Walker's Bay zu sehen ist, sind die immer wieder aufflammenden Buschfeuer in De Kelders.

Die große Mall, die Hermanus Brewery und das Wine Village Hermanus bieten ein super Angebot und man findet alles was man so braucht zum Reisen. Und vieles mehr.

Hier nutzen wir unsere voll ausgestattete Küche und das gute Warenangebot.



Hikes:

Dank dem Buch "Hiking Beyond Cape Town" in Somerset finde ich mehrere neues Trails in der Kap Region. So auch die beiden Trails in Hermanus. Im Nature Reserve Fernkloof machen wir die erste Tour in den Kleinrivier Mountains zu den "3 dams" - kein Eintritt; erwartet wird eine Spende für die kleine Übersichtskarte.

Die Strecke bietet schöne Blicke auf Hermanus und die Walker Bay. Die Wege sind gut angelegt und gekennzeichnet. Die Ranger versuchen eine Herde Baboons vom Parkeingang zu vertreiben. Aber selbst Gummigeschosse beeindrucken die Paviane nicht sonderlich.



Rotary Way

Das ist die zweite Tour. Der "Rotary Way" führt oberhalb von Hermanus entlang eines Höhenzugs und entlang der Küstenlinie. Free of charge! Vom Höhenzug aus sieht man erst so richtig, dass das Hemel-en-Aarde Tal nicht weg geht vom Ozean, sondern parallel dazu von Südwest nach Nordost verläuft und vom Höhenrücken zu Meer hin abgeschirmt ist. Das erste Bild ist der Blick nach Südwesten und Hermanus. Das mittlere Bild zeigt das Hemel-en-Aarde Valley und einen Teil der Weingüter. Das dritte Bild zeigt den Blick nach Südosten.

Dining Out:

Das Moog`s ist immer einen Besuch wert. Da es aber nur für Lunch und nur an wenigen Tagen geöffnet ist, bedarf es einer guten Planung. Meine email betreffend der Reservierung wird umgehend beantwortet und es ist der perfekte Platz für ein sonntägliches Mittagessen.

Leon Engelke von "The Unicorn" steht persönlich am Eingang und macht Werbung für seine Weine. Die kleine Probe kann überzeugen und wir bestellen den Chenin Blanc, der wiederum gut zur "beetroot smoked trout" und dem "seared tuna" passt. Natürlich im Freien.



Nach einer morgendlichen Tour durch Hermanus probieren wir das "The Rock". Kein fine dining Lokal, aber ein schön über dem Hafen gelegenes Restaurant mit ordentlicher Küche und einem tollen Blick. Die Einfahrt in das Hafengebiet kostet 5 Rand. Der Thunfisch ist erste Klasse und die "Peri-Peri chicken livers" sind ziemlich "spicy".



Wines:

Hasher Familiy Wines. Im Frühjahr 2024 reichte uns die Zeit nicht mehr. Die Empfehlung ist aber noch aktiv und wir besuchen Hasher auf der Fahrt zu Mogg's. Eine junge belgische Family hat das Weingut übernommen und produziert Sauvignon Blanc, Chardonnay und Pinot Noir. Ein Besuch lohnt allemal. Vom Weingut im mittleren Hemel-en-Aarde Valley sieht man, dass das Tal noch ein ziemlich "grosses Fenster" in Richtung Betty's Bay und die Benguela Bay hat. Damit erklärt sich auch das 'cool climate', das die Weine aus dem Tal ausmacht. Die Liste der Weingüter hier im Tal ist legendär, elitär und wir sind immer noch nicht "durch".





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