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Biken im Pantani Land / Cesenatico 2026

  • Chef
  • 1. Mai
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Mai

Das 3. Mal in Folge in Cesenatico. Rolf und ich sind inzwischen die "Konstanten" und die verbliebenen Teilnehmer aus Südbaden. Also zumindest sind wir diejenigen, die mindestens 2x hintereinander teilnehmen.


Samstag, 25. April

Gestern nochmals kurz auf dem Feld mit Annie, diesmal ohne Arbeitseinsatz. Allerdings muss der Rasen in Lörrach noch am Freitagabend gemäht werden bevor es losgeht.


Pünktlich um 5 Uhr in der Früh holt mich Rolf ab und wir fahren in Richtung Süden. Kein Verkehr am Gotthard, in Chiasso einen Capucchino, der übliche Stau in Bologna und gegen 13 Uhr sind wir im Hotel Royal in Cesenatico. Um 14 Uhr sind wir bereits auf dem Fahrrad und wir machen eine Runde zum Einrollen. Rund 50 km und immerhin 322 Höhenmeter. Die Gruppe ist auch dieses Jahr ziemlich klein. Wir sind nur knapp über 20 Personen. Am Termin kann es nicht liegen und wir diskutieren über das Thema im Laufe der Woche mehrfach.


Mein Hotelzimmer ist ok. Diesmal bin ich im 4. Stock und der Balkon geht zum Innenhof. Es ist relativ ruhig. Nach der Tour sichern wir die Bikes im Fahrradkeller und der Apéro beginnt pünktlich um 18.30


Sonntag, 26.April

"Anlehnen von Fahrrädern verboten" Das Schild hängt weiterhin an der Mauer neben dem Fahrradkeller und bleibt wie im Vorjahr bedeutungslos. Manfred geht am Sonntag gleich "all in". Wir sind in einer 6er Gruppe unterwegs und erkunden teilweise neues Terrain. Über Bora fahren wir nach Bareto und von dort den sehr steilen Anstieg zum Monte Jottone hoch. Weiter nach Ciola und dann die Abfahrt hinunter nach Linaro - zu sehen sind Bernd und Manfred. Die Bilder täuschen: Der Zustand der Strassen hat sich nicht wirklich verbessert. Es gilt weiterhin gut auf Löcher und Risse zu achten.

Wieder zurück in Bora machen wir eine Pause. Und da wir ja gerade hier sind, führt uns der Rückweg hoch zur Cima Pantani. Diese Strecke ist fast schon einfach im Vergleich zum Monte Jottone. Kürzer, nicht so steil und durchgängig asphaltiert. Der Jottone hat Schotterpassagen im Anstieg.

Nach 104 km und knapp 1400 Höhenmeter kommen wir rechtzeitig zur Pasta zurück nach Cesenatico. Die Salzränder auf der Mütze sprechen für sich.


Montag, 27. April

Das Wetter ist perfekt. Sonnig und frühlingshafte Temperaturen. Wir sind mit der Kerntruppe unterwegs. Manfred, Bernd, Rolf, Theo und ich.

Wie immer zuerst durch die Ebene bis zu den Bergen, dann über den Ponte Uso und über den Grillo Pass. In Novafeltria dann rechts abbiegen und hochfahren nach Perticara. Hier habe ich etwas zu fest gedrückt. Das rechte Knie "meldet" sich - hält aber durch.

In Perticara machen wir eine Pause und geniessen die lange Rückfahrt über den Höhenrücken durch Strigara, Sogliana al Rubicone, Borgi und Savignano al Rubicone. Auch 102 km und 1300 Höhenmeter.



Dienstag, 28. April

Heute kurz aber steil. Wir fahren zuerst in Richtung Monte Leone. Auf den Tag genau sind wir hier auch gewesen mit der steilen (gesperrten) Abfahrt von Ardiano. Wir lassen die Abfahrt aus und der direkte Anstieg und die Durchfahrt Monte Leone ist wirklich gesperrt - auch für Fahrräder! Es bleibt der Blick auf das Castello aus der Ferne.

Wir nehmen einen kleinen Umweg über Sorrivoli und Montiano und fahren und über die 14 Kehren schliesslich hoch nach Sogliano al Rubicone. Den Espresso gibt es im Café im Ort. Weil die Strecke zu kurz ist, machen wir noch einen Abstecher die Rampe hoch nach nach San Giovanni in Galilea. Zurück geht es über Borghi und Savignano al Rubicone. Am Ende stehen 86 km und 1350 Höhenmeter auf der Uhr.


Mittwoch, 29. April

Die längste Etappe steht an. Das Wetter bleibt beständig gut, allerdings gehen die Temperaturen voraussichtlich von 20 Grad zurück auf 16 Grad in Cesenatico. Und da unser heutiges Ziel auf über 1000 Metern über dem Meer liegt bietet es sich an, dies vor dem Temperaturrückgang zu tun.

Wir fahren in einer größeren Gruppe los und zuerst wieder über den schönen Grillo Pass. Dann reduziert sich die Gruppe (geplant) auf den eigentlichen Kern der "fabelhaften Fünf".

Die Strecke führt diesmal über Novafeltria hinaus. Im kleinen Dorf Maciano beginnt der Anstieg nach Villa Grande. Gut 700 Höhenmeter am Stück auf ca. 10 km Länge. Der höchste Punkt ist am Passo/Serra S. Marco mit (alt.s.l.m. mt 1006) erreicht. Von dort aus geht es hinunter nach San Leo und zurück nach Cesenatico (118 Km / 1450 Höhenmeter).


Donnerstag, 30. April

Eine kurze Runde zur Erholung. Die Temperaturen sind abgestürzt und es weht ein heftiger Wind aus Nordost. Wir nehmen die Strecke nach Montiano und weiter über Roncofreddo und Longiano zurück nach Cesenatico. 55 km, 450 Höhenmeter und 2x Café trinken.


Freitag, 1. Mai

Fahrt in den Mai, die Abschlussrunde. Eigentlich eine flache Strecke, aber mit 2 Anstiegen über den Poggio Berni und den 18 Prozenter hoch nach Torriana kommen wir doch auf 800 Höhenmeter über 71 km. In Santacarangelo di Romagna treffen wir die gesamte Truppe in einen Café auf der grossen Piazza. Danach bolzen wir die letzen Kilometer zurück.




Neue Devices

Meine neue Suunto Sportuhr macht einen guten Job. Unterwegs zeichnet sie das Streckenprofil auf. Die gefahrene Strecke und Herzfrequenz werden im Aufzeichnungsmodus gut ablesbar angezeigt. Bei den Strecken über 100km kommt als Empfehlung die notwendige Erholungszeit: 120h.


Am Freitag, nach einer Woche Einsatz kommt die nebenstehende Info:



Essen

Das Essen im Hotel ist ok. Zwar sind die Vorspeisen ziemlich schnell "geplündert", aber die Primi und die Secondi gibt es reichlich. Und wenn man Fisch mag ist man gut aufgehoben. Das Fleischangebot war weniger überzeugend. Risotto war nie im Angebot. Am Wochenende und am Feiertag ist das Royal gut besucht. Im Speisesaal sind alle Tische belegt. Eigentlich braucht man Schallschutz ...


Wie weiter?

Unter der Woche diskutieren wir über die möglichen Ursachen für die schwache Teilnahme und die fehlenden Nachwuchskräfte. Ob ein Wechsel zu anderen Standorten (nicht so weit im Süden, oder nach Mallorca, oder sonstwohin) helfen könnte, darf bezweifelt werden. Cesenatico ist die verbindende Klammer für die Gruppe und die größte bzw. einzige Chance die Veranstaltung zu erhalten. Im Grunde zeigt sich der Wandel in der Gesellschaft. Nicht nur die Sportvereine bluten aus. Vielleicht gelingt es in den kommenden Jahren wieder jüngere Teilnehmer für Cesenatico zu begeistern.


Und sonst noch

Beim 3. Mal kennt man die meisten Teilnehmer schon ziemlich gut und die Gespräche werden intensiver. Es gibt wirklich ein Gefühl von Zusammenhalt auch wenn man sich nur einmal im Jahr trifft.


Wir fahren in der Kerngruppe praktisch immer in derselben Konstellation und man kann sich gut auf die Mitfahrer einstellen. In Summe waren wir etwas weniger als im Vorjahr unterwegs. 590 km und 7000 Höhenmeter kamen in Summe zusammen.


In der Nacht auf Samstag wurde das neue Trek von Bernd vom verschlossenen Parkplatz des Hotels geklaut. Es war abgeschlossen und auf dem Fahrradträger für die Heimfahrt montiert.


Am Samstagmorgen sind wir um 5 Uhr auf die Autobahn. Die Rückfahrt verläuft problemlos und wir sind kurz nach Mittag in Lörrach.






 
 
 

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